Die Bundesregierung spannt gemeinsam mit den deutschen Kreditversicherern einen Schutzschirm, um die Geschäftsbeziehungen der deutschen Wirtschaft in der Corona-Pandemie abzusichern. Dadurch sind die Kreditversicherer in der Lage, ihren Kunden weiterhin Kreditlimite im bestehenden Umfang von rund 400 Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen.

Wichtig ist diese Information für Sie, wenn Ihr Unternehmen eine Warenkreditversicherung (WKV) abgeschlossen hat. Andernfalls kann Ihr Unternehmen dennoch tangiert sein, denn die Kreditversicherer bieten ihren Kunden Versicherungsschutz bei Forderungsausfällen, insbesondere infolge von Insolvenzen. Im Rahmen des Risikomanagements bewerten die Kreditversicherer alle Unternehmen, egal, ob sie eine Geschäftsbeziehung zu diesen haben oder nicht.

Die Vereinbarung ist der sich ausbreitenden Corona-Pandemie und den damit einhergehenden wirtschaftlichen Folgen für Unternehmen geschuldet. Gerade in Krisenzeiten werden u. a. mittelständische Unternehmen zusätzlich belastet. Indikatoren sind die steigende Zahl von Lieferantenkrediten sowie die Gefahr von Unternehmensinsolvenzen. In dieser Situation bringt die Kreditversicherung spürbare Entlastung für Unternehmer: Sie springt bei Forderungsausfällen ein.

Versicherer decken Lieferantenkredite in Höhe von 400 Milliarden Euro

In solchen Krisenphasen steigen die Herausforderungen auch an die Kreditversicherer. Im Interesse ihrer Kunden und auch im Eigeninteresse müssen sie Lieferanten sehr verantwortungsvoll bewerten. Überzogene Reaktionen durch Deckungsreduzierungen, gewissermaßen als Vorgriff auf eine Insolvenzwelle, helfen vielen gesunden Unternehmen nicht, selbst diese können durch solche Maßnahmen in Schwierigkeiten geraten.

Um dies zu verhindern haben die deutschen Kreditversicherer gemeinsam mit dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) und der Bundesregierung einen Schutzschirm gespannt, der die Geschäftsbeziehungen der deutschen Wirtschaft in Zeiten der Corona-Pandemie absichern soll. Laut GDV ermöglicht die Vereinbarung mit dem Bund es den Kreditversicherern, ihren Kunden weiterhin Kreditlimite im bestehenden Umfang von rund 400 Milliarden EUR zur Verfügung zu stellen. Die Garantie des Bundes ermöglicht es den Kreditversicherern höhere Risiken einzugehen als durch die tatsächliche Risikobewertung gerechtfertigt wäre. Mit dieser Entscheidung sollen die Lieferketten stabilisiert werden.

Laut GDV sichert die Garantie des Bundes Entschädigungsleistungen der Kreditversicherer von März 2020 bis Ende 2020 in Höhe von 30 Milliarden EUR ab. Im Gegenzug verpflichten sich die Kreditversicherer, die Kreditlimite im bestehenden Umfang von 400 Milliarden EUR weitestgehend aufrecht zu erhalten.

Darüber hinaus, so der GDV in seiner heutigen Presseerklärung, tragen die Kreditversicherer Verluste in Höhe von bis zu 500 Millionen EUR selbst, übernehmen die Ausfallrisiken, die über die Garantie des Bundes hinausgehen und führen zwei Drittel ihrer gesamten Prämieneinnahmen für 2020 an den Bund ab. Die Prämieneinnahmen beliefen sich für 2019 auf 817 Millionen EUR.

Die heutige Presseerklärung des GDV ist zu lesen: https://www.gdv.de/de

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